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Am
Landtagsplatz des ehemaligen Fürstentums Lüneburg entsteht
seit 1975 das Freilichtmuseum der Lüneburger Heide.
Umgeben ist das Museumsdorf von großen Waldungen,
die zumeist erst seit der Aufforstung der Heideflächen vor
ca. hundert Jahren aufgewachsen sind. Das Freigelände des
Museums umfasst ca.
10 ha (100 000 m²).
Ein Mischwald zeigt die natürliche Vegetation vor der Entstehung
der großen Heideflächen. Die angrenzende Heide mit
einem Außenschafstall spiegelt das Landschaftsbild wider,
wie es seit dem Mittelalter für die Lüneburger Heide
charakteristisch ist. Daneben werden kleinere Ackerflächen
mit alten Kulturpflanzen wie Buchweizen, Flachs, Roggen, Topinambur
(Süßkartoffel), Kartoffeln und Rüben bestellt.
Mittlerweile
wurden schon 26 typische Bauten der Lüneburger Heide hierher umgesetzt.
Die Liste reicht vom imponierenden Hallenhaus des Brümmerhofes
über Wagenremise und Feuerwehrhaus bis hin zum freistehenden Plumpsklo.
Die Gebäude sind zu einem regionaltypischen
Haufendorf und einer Einzelhofstelle zusammengefasst. In den eingerichteten
Gebäuden wird das ländliche Wohnen und Arbeiten der Zeit von 1600 bis
1950 der Heideregion dargestellt.
Umfassende
Dauerausstellungen zeigen Imkerei, Schafhaltung, Spinnen & Weben und
Schmieden. Auch eine Sägerei und Stellmacherei vermitteln Einblicke in typische
Arbeitsbereiche der Dorfbewohner. Bauerngärten der Zeit um 1900 und 1930
vervollständigen das ländliche Bild.
Sie tragen ebenso wie Geflügel und Schafe auf der Weide
am Dorfteich und auf der Heidefläche zur Veranschaulichung
bei.
In der großen Ausstellungshalle sind auf etwa 450 m² jährlich wechselnde
Ausstellungen zu sehen.

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Die
Sammlung des Museumsdorfes, das Archiv und die Bibliothek stehen
für wissenschaftliche Forschungen zur Verfügung.
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Die
Bibliothek des Museumsdorfes umfasst ca. 20.000 Bände
mit den Schwerpunkten Allgemeine Volkskunde, Historische
Landesforschung, Landwirtschaft, Landtechnik, Hauswirtschaft, Haus- und Bauforschung und
Handwerk.
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